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Der Fahrsimulator von COAT-Basel

(sorry, only available in German)

Hintergrund 

Ein technologisches Herzstück von COAT-Basel ist der Smart Fahrsimulator mit dem wir bereits in zahlreichen Projekten wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Von zunehmend hoher Bedeutung ist die Messung der Fahrtauglichkeit im höheren Lebensalter und unter Psychopharmaka-Einfluss. Im Rahmen vom EU-Forschungsprojekt „AGILE“ wurde bereits die Validität des Fahrsimulators als Instrument zur Beurteilung der Fahrfähigkeit von älteren Verkehrsteilnehmern bestätigt, insbesondere unter Berücksichtigung der Simulatorkrankheit („simulator sickness“). In einer weiteren Studie wurde ermittelt, in wie fern das Antidepressivum Sertraline die Fahrleistung beeinflusst. Bekanntlich stellt Müdigkeit im Straßenverkehr ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Im EU-Forschungsprojekt „AWAKE“ wurde an stark ermüdeten Versuchspersonen unter Auf-zeichnung von EEG, EOG, EKG und anderen psychophysiologischen Parametern ein neu-artiges System zur Müdigkeitsdiagnose und –Warnung getestet.

Ziel

Um Fahrverhalten und psychophysiologische Auswirkungen auf Medikamente, spezielle Fahrsituationen, neue Bedienkonzepte, neue Technologien, etc. unter realistischen Bedingungen zu ermitteln, entspricht die Gestaltung des Innenraums exakt eines realen Autos. Außerdem ist der Simulator mit einer Sensorik für alle Bedienungselemente ausgestattet, welche realitätsgetreue Kraftrück-wirkungen aufweisen. Um das Fahrgefühl zu optimieren, vibriert der Fahrsimulator beim Fahren. Ein spezielles Soundsystem ermöglicht die Simulation von Motorgeräuschen. Zielsetzungen sind, Richtlinien für die optimale Gestaltung neuer Technologien für den Benutzer bereitzustellen sowie die Auswirkung neuer Medikamente auf das Fahrverhalten gefahrlos abschätzen zu können.

Technik

Fünf Videoprojektoren mit je 2500 ANSI-Lumen projizieren die digitale Fahrsituation auf fünf Screens. Der Simulator steht auf einem Spezialständer mit Nick- und Roll-Untersatz für eine Nutzlast von etwa 1 t und einer Vibrationseinrichtung. Der horizontale Sichtwinkel beträgt 180°. Alle Bedienelemente des Smart haben vorbildgetreue Kraftrückwirkungen. Auch das Einsteigen eines Beifahrers von rechts ist möglich. Mittels verschiedener Software-Module können die Verkehrsszenarios dem jeweiligen Studienzweck angepasst werden. Verändert werden können Umgebung (Autobahn, Überlandstrasse, Kleinstadt), Verkehrsdichte sowie Wetter, Tageszeit, Eigenschaften der Fahrbahn (Eis, Aquaplaning) oder des Lenkers (Fahren unter Alkoholeinfluss). Auch können bestimmte Ereignisse in ein Szenario eingeschlossen werden, wie z.B. ein unwillkürlich auf die Fahrbahn springendes Reh. Unsere Simulatorsoftware ermöglicht die Speicherung von 28 fahrverhaltensbezogenen Parametern. Darunter fallen die Fahrdistanz, Geschwindigkeit, Abstand zum Vorderfahrzeug, usw.

Vorteile für Kooperationspartner

Mit dem rapiden Anstieg von Innovationen in Pharma- und Automobilindustrie stehen Forscher und Entwickler zwar vor vielen neuen Möglichkeiten aber auch vor neuen Fragen: Wie beeinflussen neue Medikamente das Fahrverhalten? Wird die Verkehrssicherheit beeinträchtigt? Wie können neue Technologien sinnvoll integriert werden? Wie sollen neue Interaktionskonzepte aussehen?  Kommt der Fahrer damit zurecht oder ist er überfordert?
 Wir unterstützen unsere Partner mit der Bereitstellung von Know-how, Laboreinrichtungen und Dienst-leistungen bei der Beantwortung dieser Fragen.